E-Ladestationen - wer zahlt und wie versichern?

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Autos mit Batterieantrieb erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Im Jahr 2021 wurden in der Schweiz 108'000 Hybrid- oder Elektrofahrzeuge in Verkehr gesetzt, ein Anteil von bereits 44% vom Gesamtvolumen.

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Voraussetzung dazu ist ein einfacher Zugang zu einer Ladestation, am liebsten natürlich in der eigenen Garage. Empfohlen wird ein intelligentes Lademanagement-System, welches den Ladevorgang so regelt, dass der Strom auf alle Fahrzeuge gleichmässig verteilt wird und somit auch für den Hausbedarf noch genügend Strom vorhanden ist. Die Kosten für die Grundeinrichtung mit einer modernen Verteilstation und Basiskabel, belaufen sich bei einem mittelgrossen Mehrfamilienhaus auf CHF 1‘000 – 1‘500 pro Ladeplatz und werden von den Parkplatzbesitzern i.d.R. gemeinsam getragen. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich subventioniert bis zur Hälfte die Basiskosten. Mit weiteren CHF 2‘000 schlägt die individuelle Ladestation zu Buche. Diese kann jedoch erst installiert werden, wenn auch ein E-Fahrzeug vorhanden ist. Der Strom sowie die monatlichen Ablesekosten der Wallbox werden den einzelnen Nutzern in Rechnung gestellt. Obwohl sich dies nach hohen Kosten anhört, liegen die Verbrauchskosten bei lediglich einem Drittel gegenüber fossilem Treibstoff.

Mittelfristig amortisieren sich die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge sowie private Ladestationen. Die Erschliessung von Garagenplätzen mit Strom stellt zudem eine zukunftsgerichtete Investition dar, von der alle Wohneigentümer profitieren.

Eine weitere Unsicherheit, welche oft im Zusammenhang mit eigenen Ladestationen in der Tiefgarage besteht, ist die Brandgefahr. Gemäss Studien ist diese bei Elektrofahrzeugen nicht grösser als bei Benzin- und Dieselfahrzeugen, auch dort ist sie ausgesprochen gering. Versicherungstechnisch werden Schäden, welche von brennenden Fahrzeugen am Haus verursacht werden, von der Gebäudeversicherung übernommen. Wer jedoch die Verkabelung seiner Lade-station selbst übernommen hat, anstatt sie von einem Fachmann installieren zu lassen, muss den Schaden aufgrund Grobfahrlässigkeit möglicherweise selbst bezahlen. Ein Schaden an fremden Fahrzeugen übernimmt deren Teil- oder Vollkaskoversicherung.

Aus Sicht der Brandverhütung ist es unbedingt empfehlenswert, Rauchmelder in der Tiefgarage zu installieren. Im Brandfall ist es zur Rettung hilfreich, wenn die Rettungskarte im Fahrzeug aufbewahrt wird, gemäss TCS vorzugsweise hinter der Sonnenblende des Fahrers.

 

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